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Ins Tessin, genauer ins Onsernonetal, noch genauer nach Vergeletto, in
ein 60-Seelendorf verreisten 16 „Amici’s“ (Kinder)
mit ihren Begleiter und Begleiterinnen vom 6. bis 10. Juni 2011, um in
der „Natura“, am „Aqua“ und in der „Sole“ ein
paar Tage Ferien und Abwechslung zum Institutionsalltag zu geniessen.
Das Lager-OK hatte ein vielfältiges Programm zusammengestellt, welches
einzig noch die mangelnde „Sole“ oder zu viel „Aqua“ vom
Himmel beeinflussen konnten.
Schon am Montag bei der Besammlung und der Hinreise über den Gotthard
liess uns die „Natura“ zeigen, dass es draussen auch kalt
und nass sein kann. Auf der Passhöhe goss es in Strömen und
so war der Besuch im Gotthardmuseum eine willkommene Abwechslung. Gestärkt
mit einem Mittagslunch fuhren wir mit den Bussen nach Vergeletto, wobei
die Höhendifferenz von Locarno bis ans Reiseziel mit engen Strassen
und vielen Kurven spürbar wurden. Gut angekommen wurden die Zimmer
bezogen, das Haus begutachtet und nach feiner Lasagne gingen unsere „Amici’s“ ins
Bett. Bekanntlich ist ja die erste Nacht in einem Lager nicht die Ruhigste…
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Der Dienstag war geplant mit
einem Ausflug an das „Aqua“, genauer an den Lago di Salei.
Nach reichhaltigem Frühstück ging es mit der kleinen Seilbahn
von Zott auf die Alpe di Salei, mitten in die „Natura“ von
Alpenrosen, hohen Tannen und dem Rufen vom Kuckuck. Die „Sole“ meinte
es gut mit uns und so kamen im Aufstieg zum Lago alle etwas ins Schwitzen.
Die Entschädigung dafür war umso toller: Ein idyllischer
Bergsee mit klarem „Aqua“ und vielen unterschiedlich
grossen Steinen empfing uns. Nach dem Lunch wurde die “Natura“ in
Beschlag genommen. Es wurde auf den Steinen geklettert, in Nischen
gespielt, in Wiesen mit Steinen gestaltet und gerauft, aber auch
einfach die Ruhe genossen. Die Zeit verging wie im Fluge. Als erste
Tropfen spürbar wurden, machten wir uns zu Fuss auf den Rückweg
zur Seilbahn, welche uns wieder sicher ins Tal schwebte. Einige unserer „Amici’s“ liefen
danach zu Fuss ins Lagerhaus, damit sie in der kommenden Nacht sicher
tief und fest schlafen konnten. Ach ja, zwei ältere „Amici“ blieben
dem Ausflug fern und im Lagehaus, da sie noch etwas in Ordnung bringen
mussten. Aber auch sie durften danach einen längern Fussmarsch
in der „Natura“ erleben. Mit Salat, Piccata und Risotto
wurden alle hungrigen Bäuche verwöhnt, ehe sie mit dem
Rest des Körpers schlafen gingen. Diese Nacht war bedeutend
angenehmer…
„Aqua“ vom Himmel und dunkle Wolken über dem Tal zwangen uns
am Mittwoch den geplanten Ausflug an das „Aqua“ am Boden, die Maggia
abzublasen. Dafür fand nach dem Morgenessen ein Töggeliturnier statt.
In zugelosten Paaren galt es eine Ortschaft vom Onsernonetal beim Tischfussball
zu vertreten. Bis zum Schluss war die Spannung hoch, es wurde mitgefiebert, eifrig
gespielt und einander gegenseitig angespornt. Nach dem Mittagessen - wir brätelten
Cervelats statt in der „Natura“ im Essraum am Cheminée - fand
das Rangverlesen eines ausgeglichenen Turniers statt. Am Nachmittag starteten
wir die Busse und unsere „Amici’s“ wurden nach Locarno befördert.
Nach kurvenreicher, rassiger Fahrt bummelte die ganze Schar durch Locarno, mal
bei „Sole“, mal bei „Aqua“, sprich Regen. Auf der Piazza
Grande genossen alle, Gross und Klein, einen feinen Coupe, bevor es an das Ausgeben
des mitgenommenen Sackgelds für Souvenirs ging. Exzellente Pizzas erwarteten
uns nach der Rückkehr im Casa Stefano in Vergeletto zum Abendessen. Mit
vollen Bäuchen schläft es sich besser, bald war Ruhe im Haus…
„Sole“ begegnete uns am Donnerstag, dem Ausflug ins Centovalli
stand nichts im Wege. Mit kräftigem Frühstück starteten wir
in den Tag, bevor es danach zum Bahnhof in Ponte Brolla ging. Dort bestiegen
wir die Centovallibahn, welche uns nach Verdasio brachte. Hier hiess es umsteigen
in die kleine Seilbahn, welche uns über eine wunderschöne „Natura“ von
Schluchten, Wälder und „Aqua“, sprich Bach nach Rasa brachte.
Das kleine abgeschiedene Dörfchen ist verkehrsfrei auf einer Sonnenterrasse.
Mit etwas Bewölkung am Himmel besichtigten wir eine Töpferei und
das kleine Dorf mit speziellen Sehenswürdigkeiten. Der Kirchplatz und
etwas „Sole“ luden ein, danach den Mittagslunch einzunehmen. Ein
kleiner Verdauungsspaziergang um das Dorf brachte uns wieder zur Seilbahn und
die „Amici’s“ schwebten mit dieser zu Tale. Am Bahnhof in
Verdasio brachen zuerst am Himmel die Dämme, das „Aqua“ tröpfelte
nur so auf uns. Doch kurz darauf erschien die „Sole“, welche uns
spontan einlud, jetzt, auf dem Rückweg an der Maggia einen Halt einzulegen.
In wunderschöner „Natura“ bei Avegno wurde in der Maggia gebadet,
das „Aqua“ mit Steinen gestaut und die „Sole“ genossen.
Zufrieden fuhren wir danach ins Onsernonetal zurück, wo wir vom Küchenteam
mit Polenta, Ratatouille und Geschnetzeltem verwöhnt wurden. Mit dem Ausflug
war die Müdigkeit bei allen spürbar, unsere „Amici’s“ waren
bald tief und fest im Schlaf und in Gedanken vermutlich noch im „Aqua“ der
Maggia…
Der Freitag zeigte sich von seiner schönen Seite, die Tessiner „Sole“ präsentierte
ihr Gesicht. Ein letztes Mal Morgenessen, bevor es an das Packen und
Aufräumen ging. Die Kinder durften nochmals in die „Natura“ und
an das „Aqua“, den Fluss Ribo, während einige Betreuerinnen
mit dem Küchenteam das Haus reinigten. Bald schon ging es das letzte
Mal mit unseren Bussen das kurvige Onsernonetal hinunter nach Locarno,
wo kurz darauf ein kurzer Lunchhalt auf dem Programm stand. Auf dem weiteren
Rückweg war bei den „Amici’s“ die Müdigkeit
spürbar, einige fanden etwas Schlaf, andere hörten Musik und
ein paar wenige fanden sich in angeregten Gesprächen. Durch den
Gotthardtunnel, durch den Seelisbergtunnel, durch die Tunnels von Luzern
und schon bald fuhren wir bei der SSW vor, wo die Eltern ihre Kinder
wieder in Empfang nehmen konnten. Ein abwechslungsreiches Lager ging
dem Ende entgegen, unser Motto von „Amici“ – „Natura“ – „Aqua“ – „Sole“ hat
uns in all seinen Facetten begleitet und ist vermutlich in einzelnen
Träumen nochmals begegnet.
Dem Lager-OK ein herzliches Dankeschön für das gelungene Programm,
der Lagerküche ein Grazie mille für die vorzügliche Verköstigung,
den BetreuerInnen ein Dank für die unkomplizierte und gute Zusammenarbeit
und schlussendlich wünschen wir unseren „Amici’s“ viele
schöne Erinnerungen von „Natura“, „Aqua“ und „Sole“ im
Valle Onsernone.
B. Imboden
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